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      Mittelherkunftsnachweis

      Bitcoin-Wallet- bzw. Krypto-Adressen-Besitzer herausfinden: Den Besitzer von Kryptowährungen und anderen Krypto-Assets (NFTs, Ordinals, usw.) zu identifizieren gilt als schwierig, da Bitcoin und Co. anonym bzw. pseudonym auf der Blockchain transferiert werden. Das ist eine Herausforderung für Mittelherkunftsprüfungen, etwa wenn Personen Geld, das aus Kryptowährungen stammt, auf ihr Bankkonto transferieren wollen. Banken können in diesen Fällen dazu verpflichtet sein zu prüfen, ob diese Kryptowährungen dieser Person zuzuordnen sind. Einen klaren Nachweis zu erbringen und diesen zu prüfen, ist jedoch nicht einfach. Wie eine solche Prüfung ablaufen kann, wenn Kryptowährungen von unhosted Wallets (sprich: nicht von Krypto-Dienstleistern) stammen, beschreiben wir in diesem Beitrag.

      Wenn Banken Krypto-Besitz prüfen wollen: Zusammenarbeit mit Kund:innen

      Wer öffentliche Blockchain-Explorer nutzt, findet manchmal statt einer pseudonymen Adresse die Namen konkreter Plattformen (z.B. Binance, Kraken, etc.) in den Transaktionsverläufen. Ausführlichere Informationen zu Besitzverhältnissen auf der Blockchain liefern zusätzlich sogenannte Blockchain-Forensik-Tools, die vor allem von Behörden und Blockchain-Analysten genutzt werden – jedoch geben auch diese Tools keine konkreten Auskünfte über die Besitzverhältnisse von Wallets, die Privatpersonen zuzuordnen sind.

      Krypto-Besitzverhältnisse können mittlerweile auf verschiedene Arten geprüft werden, sofern Kund:innen mithelfen. Wir gehen hier auf die Wichtigsten ein. Wenn Transfers von unhosted Wallets stammen – sprich Blockchain-Adressen, die keiner Krypto-Plattform gehören – müssen Banken beim Kunden bzw. der Kundin um Belege bitten, die zeigen, dass diese Wallets ihnen gehören

      Besitz vs. Eigentum von Kryptowährungen: Eine wichtige Unterscheidung

      Kryptowährungen gelten (in Österreich) gemäß dem ABGB als Sachen, wodurch sowohl Besitz als auch Eigentum an ihnen begründet werden können.

      Fragen zu Krypto-AML? Vernetzen Sie sich mit unseren Expertinnen:

      Natalie Enzinger

      Natalie Enzinger

      CEO von questr

      Sigrid Wahl

      Sigrid Wahl

      Senior Crypto Compliance Analyst

      Eigentum hingegen ermöglicht es, uneingeschränkt über eine Sache zu verfügen und andere von deren Nutzung auszuschließen. Um Eigentum zu erwerben, sind ein rechtlicher Titel wie ein Kauf- oder Schenkungsvertrag sowie der Modus, also die tatsächliche Übergabe der Sache, erforderlich. Bei Kryptowährungen erfolgt die Übergabe typischerweise durch Übertragung auf ein Wallet, das unter der Kontrolle des Erwerbers steht, oder durch Weitergabe der entsprechenden Schlüssel („private key“).

      Wissen

      In Diskussionen über Blockchain-Transaktionen wird oft behauptet, dass durch die Blockchain an sich ein Eigentumsnachweis („Proof-of-Ownership“) erbracht werden könne. Dies ist rechtlich jedoch nicht korrekt, da, aufgrund der Pseudoanonymität der Blockchain-Daten, nicht der tatsächliche Eigentümer bzw. die tatsächliche Eigentümerin identifiziert werden kann.

      Für den Erwerb von Eigentum an Kryptowährungen ist zusätzlich zur tatsächlichen Übergabe (Modus) ein gültiger rechtlicher Titel wie ein Kaufvertrag erforderlich, der durch die Offenlegung weiterer Informationen nachgewiesen werden kann. Bei derivativem Eigentumserwerb müsste auch die Eigentümereigenschaft der Vormänner gegeben sein – z.B. bei einem Kauf, einer Schenkung oder einem Tausch sollten die Vorbesitzer:innen der Kryptowährung auch die Eigentümer:innen der Kryptowährung gewesen sein.

      In der Praxis empfiehlt es sich, mehrere, sich ergänzende, Besitznachweise anzufordern und weitere Prüfungen der Transaktionshistorie vorzunehmen, um ein klares Bild über die Besitzverhältnisse bei Wallets zu erlangen.

      Visuelle Besitz-Nachweise für Wallets

      Da jede:r nur Zugang zum eigenen Wallet haben sollte, sollte ein Screenshot belegen, dass dieses Wallet der betreffenden Person gehört. Diese Art des Nachweises ist für Kund:innen sehr einfach zu erbringen. Jedoch sollte bedacht werden, dass visuelle Nachweise z.B. mit Grafik-Software oder KI manipuliert werden könnten.

      Daher sollten visuelle Nachweise idealerweise in Kombination mit anderen Belegen genutzt werden, z.B. mit einer vollständigen Transaktionshistorie und einem Mittelherkunftsnachweis. Zusätzlich hängt die Art der Belege auch davon ab, welche Aktivitäten eine Person auf der Blockchain durchgeführt hat (z.B. Mining, Staking, DeFi, etc.). Welche Belege für welche Krypto-Aktivitäten geeignet sind, haben wir daher in unserer Checkliste für Krypto-Mittelherkunftsnachweise übersichtlich zusammengefasst – einfach auf unserer Plattform cryptotax runterladen:

      Digitale Signaturen als Nachweis für Krypto-Besitz

      Es gibt verschiedene Arten von digitalen Signaturen, die auf Blockchains umgesetzt werden können.

      Der Vorteil von digitalen Signaturen ist, dass sie leichter und oft automatisiert geprüft werden können, was Krypto-Dienstleister entlastet. Außerdem ist es sicherer als ein Screenshot, der grafisch manipuliert werden könnte. Jedoch kann gerade das manuelle Signieren für viele Nutzer:innen eine Herausforderung sein und zu Sicherheitsbedenken führen. Es gilt auch zu beachten, dass nicht jede Wallet-Software digitale Signaturen ermöglicht. Ebenso könnten Personen zusammenarbeiten und eine andere Person die digitale Signatur durchführen, ohne dass dies ersichtlich ist.

      Wie der Satoshi-Test Krypto-Besitz nachweisen kann

      Der Satoshi-Test kann mit jedem Wallet durchgeführt werden und ist prinzipiell einfach in der Handhabung. Der Name Satoshi-Test kommt von der kleinsten Bitcoin-Einheit. Hier geht es darum, dass Krypto-Dienstleister ihre Kund:innen instruieren eine bestimmte, sehr geringe Menge einer Kryptowährung in einem bestimmten Zeitraum an die Plattform zu senden und damit nachzuweisen, dass das Wallet, von dem der Transfer ausgeht, in ihrem Besitz steht.

      Unter Aufsicht ins eigene Wallet einloggen

      Die genannten Besitznachweise schließen Manipulationen nicht gänzlich aus, daher wird in der Praxis von Banken immer wieder verlangt, dass Kund:innen in die Filiale kommen und sich dort unter Aufsicht in ihr Wallet oder Kundenkonto bei Börsen einloggen (natürlich ohne die Login-Daten mit der Bank zu teilen).

      Gefahren bei Krypto-Besitznachweisen

      Die Prüfung von Krypto-Besitz birgt verschiedene Risiken, die es zu beachten gilt

      Lösung: Kombination von Besitznachweisen und Prüfung der Transaktionshistorie

      Um Krypto-Besitz eindeutig zuzuordnen, empfiehlt sich eine Kombination mehrerer Nachweismethoden, insbesondere wenn es sich um höhere Beträge handelt oder Auffälligkeiten in der Transaktionshistorie vorliegen. Diese weiteren Belege können den Einsatz von Forensik-Tools, Analyse der Transaktionshistorie und Blockchain-Daten, sowie umfassendere Mittelherkunftsnachweise beinhalten.

      So entsteht ein prüfbares Gesamtbild über das Krypto-Portfolio von Bankkund:innen, das mit den erbrachten Besitznachweisen abgeglichen werden kann. Ist dieses Gesamtbild stimmig, kann plausibel dokumentiert werden, dass Wallets im Besitz einer Person stehen.

      questr unterstützt Banken praxisnah

      Krypto-Gutachten für Banken: Wir bieten eine präzise Untersuchung von Blockchain-Adressen und der Transaktionshistorie Ihrer Kund:innen, um potenzielle Geldwäsche-Risiken schnell und zuverlässig zu erkennen. Dies inkludiert eine forensische Prüfung auf Geldwäsche-Indikatoren.

      Krypto-Mittelherkunftsnachweise für Bankkund:innen: Wir unterstützen Personen direkt dabei, die Herkunft ihrer Mittel aus Kryptowährungen in einem umfassenden Mittelherkunftsnachweis zu belegen und Wertsteigerungen zu erklären. Dies inkludiert eine forensische Prüfung auf Geldwäsche-Indikatoren und die Prüfung der Besteuerung von Krypto-Einkünften (in Österreich).

      Seminare zur Krypto-Geldwäscheprävention und Blockchain-Analyse: In unseren praxisorientierten Seminaren erhalten Sie fundiertes Wissen zu Blockchain-Grundlagen, Geldwäscherisiken, Analysemöglichkeiten und Technologien im Bereich der Krypto-Geldwäscheprävention. Alle Details dazu finden Sie hier.

      Vernetzen Sie sich mit unseren Expert:innen: Profitieren Sie von unserem Netzwerk aus Krypto- und AML-Expert:innen, die Ihnen dabei helfen, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen.

      Natalie Enzinger

      Natalie Enzinger

      CEO von questr

      Sigrid Wahl

      Sigrid Wahl

      Senior Crypto Compliance Analyst

      Da es sehr kompliziert sein kann und Krypto-Investitionen nachzuweisen, haben wir eine Checkliste für Krypto-Mittelherkunftsnachweise erstellt, damit keine wichtigen Belege vergessen werden! Hier geht’s zum gratis Download auf unserer Plattform cryptotax:

      Hier weiterlesen:


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      Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

      CARF (Crypto Assets Reporting Framework) der OECD ist ein großer Schritt zu mehr Regulierung am Krypto-Markt. Damit du informiert bist, welche Kundendaten ab 2026 mit dem Finanzamt ausgetauscht werden müssen, geben wir hier einen detaillierten Überblick!

      Die OECD hat am 02.10.2024 das IT-Format zur Informationsübermittlung von Krypto-Transaktionen im Rahmen der Meldepflichten der CARF inklusive eines Auslegungsleitfadens veröffentlicht. Wir möchten das als Anlass nehmen dich über die neuen Meldepflichten von Krypto-Dienstleistern und deren Auswirkungen auf jeden einzelnen Krypto-User zu informieren.

      Was ist das Crypto-Asset Reporting Framework der OECD?

      Das Crypto Asset Reporting Framework (kurz: „CARF“) ist eine Initiative der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die darauf abzielt, die Transparenz und den Austausch von Informationen über Krypto-Asset-Transaktionen zwischen den Steuerbehörden international zu verbessern.

      Ähnliche Regeln wurden bereits innerhalb der EU in der EU-Richtlinie DAC 8 beschlossen:

      Das Hauptziel des CARF ist es, Steuerhinterziehung und -umgehung durch verbesserte Datenverfügbarkeit zu bekämpfen und eine gerechtere Besteuerung digitaler Vermögenswerte sicherzustellen.

      Welche Länder machen bei CARF mit?

      Derzeit haben sich viele Länder öffentlich dazu verpflichtet, die Bestimmungen des Crypto-Asset Reporting Framework bis zum Jahr 2027 zu implementieren. Zu diesen Ländern gehören Mitglieder der G20-Staaten, die eine bedeutende Rolle in der globalen Wirtschaft spielen, sowie eine Reihe weiterer Länder, die das Potenzial der Krypto-Märkte erkennen und die Notwendigkeit einer regulierten Überwachung akzeptieren.

      Unter den teilnehmenden Ländern befinden sich neben zahlreichen europäischen Ländern, inklusive Österreich und Deutschland, auch die USA, wo zahlreiche globale Krypto-Börsen und Plattformen beheimatet sind. Ebenso vertreten sind weitere Länder wie zum Beispiel Singapur, Japan, Korea, die Cayman Islands, UAE, British Virgin Islands, Barbados und Bermuda, Mexiko und Kanada.

      Wie schauen die Meldepflichten bei CARF aus und wer ist davon betroffen?

      Diese Informationen werden dann automatisch zwischen den Finanzverwaltungen der teilnehmenden Länder ausgetauscht. Die Meldung muss einmal jährlich im Nachhinein für das Vorjahr erfolgen. Von den Meldepflichten betroffen sind somit sowohl die Anbieter von Krypto-Diensten als auch deren Kund:innen.

      Welche Daten werden beim CARF gemeldet?

      Es werden zum Beispiel folgende Daten gemeldet:

      Was müssen Krypto-Investor:innen beachten, wenn Österreich ab 2027 die ersten CARF-Meldungen erhält?

      Falls du auf ausländischen Börsen oder Plattformen aktiv bist und dort Krypto-Einkünfte erzielt hast, sollten diese Einkünfte bereits in deiner Steuererklärung berücksichtigt worden sein. In diesem Fall hast du nichts zu befürchten.

      Wichtig!

      Solltest du jedoch bislang keine oder unvollständige Angaben gemacht haben, ist es dringend ratsam, dies schnellstmöglich nachzuholen. Denn ab dem Zeitpunkt, an dem das Finanzamt durch CARF-Meldungen von deinen Krypto-Einkünften erfährt, wird es möglicherweise auch rückwirkend für die Vorjahre Nachforschungen anstellen.

      So kannst du deine Krypto-Steuern korrekt berechnen und dokumentieren

      Wir empfehlen die Nutzung von sogenannten Krypto-Steuer-Tools. Die bekanntesten in Deutschland und Österreich sind CoinTracking und Blockpit. In diesen Krypto-Steuer-Rechnern kann man Transaktionsdaten importieren und korrekt darstellen, so dass das Tool einen Steuerbericht für jedes Steuerjahr erstellen kann.

      questr hat ein Team aus Krypto-Daten-Expert:innen, die dir bei der Auswahl und Nutzung von CoinTracking oder Blockpit zur Seite stehen, zum Beispiel wenn Fehlermeldungen oder Warnungen im Steuer-Tool angezeigt werden oder du Import-Probleme hast.

      Für viele Kunden übernehmen wir auch die gesamte Datenaufbereitung in einem Krypto-Steuer-Tool. Einfach Termin vereinbaren oder unverbindliche Anfrage schicken:

      Krypto Compliance

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      Gabriel Marchesan

      Gabriel Marchesan
      COO | Senior Crypto Compliance Analyst

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      Steuer-Tool Beratung

      Krypto-Steuern nachzahlen in Österreich

      Deshalb empfehlen wir allen Krypto-Investor:innen, die ihre Einkünfte bislang nicht korrekt versteuert haben, dies umgehend mittels Selbstanzeige nachzuholen, um etwaige strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

      Gemeinsam mit Enzinger Steuerberatung bieten wir auf unserer Plattform cryptotax individuelle Unterstützung und jede Menge hilfreiche Informationen zum Thema Krypto-Steuern in Österreich an! Alle Informationen und Unterstützung zum Thema Krypto-Selbstanzeige in Österreich findest du hier:

      Woher weiß das Finanzamt von Kryptowährung? Wie du richtig reagierst

      Gemeinsam mit Enzinger Steuerberatung geben wir jährlich unser gratis Krypto Steuer Guide auf cryptotax heraus! Darin findest du alle wichtigen Infos und hilfreiche Tipps zur Besteuerung von Krypto-Assets in Österreich.

      Krypto Steuer Guide Österreich

      Noch mehr Fragen?

      Du brauchst Unterstützung bei deinem Steuertool, um Transaktionsdaten für die Berechnung deiner Steuer korrekt einzutragen? Deine Bank verlangt einen Mittelherkunftsnachweis zu deinen Kryptowährungen?

      questr umfasst ein Team aus Krypto-Compliance- und Krypto-Daten-Expert:innen, das dir gerne bei allen Fragen zu MittelherkunftsnachweisenKrypto-Dokumentation und Krypto-Steuertools zur Seite steht!

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      Gabriel Marchesan

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      Checkliste Krypto Mittelherkunftsnachweis

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      Krypto-Überweisungen sicher bewerten: So können Banken Wallets zuordnen, Geldflüsse analysieren und Geldwäsche-Risiken aus Blockchain-Transaktionen erkennen.

      Bankkunden mit Kryptowährungen im Portfolio: Risiko laut BMF

      In der „Nationalen Risikoanalyse 2025“ stuft das österreichische Bundesministerium für Finanzen (BMF) Kryptowährungen als hohes Risiko im Bereich Geldwäsche ein.

      Doch viele Banken stehen vor der Frage, wie dieses Risiko konkret zu bewerten ist. Was bedeutet eine Wallet-Adresse? Wie erkennt man legitime Kryptotransaktionen? Und wie lässt sich Geldwäsche über DeFi, Mixer oder Stablecoins ermitteln?

      Die gute Nachricht: Es gibt Lösungen – durch fundierte Blockchain-Analysen, Know-how und praxisnahe Weiterbildungen:

      Risiko Geldwäsche über Krypto-Assets: Methoden, die Banken kennen sollten

      Virtuelle Vermögenswerte ermöglichen es Einzelpersonen und Organisationen, Gelder mit minimaler Aufsicht grenzüberschreitend zu transferieren – häufig über dezentrale Börsen, Peer-to-Peer-Plattformen oder durch Stablecoins mit globaler Liquidität.

      Die Nationale Risikoanalyse beschreibt außerdem die Krypto-Geldwäsche-Methode der Peelchain. Dies ist eine Bezeichnung für das wiederholte Aufsplitten eines befangenen Krypto-Betrags in viele kleine Transaktionen, die an eine Vielzahl verschiedener Adressen geschickt werden, um die Nachverfolgbarkeit zu reduzieren.

      Ein ebenso zunehmend häufiges Phänomen im Krypto-Bereich sind Money Mules: Personen, die mit fingierten Jobangeboten angelockt werden und unwissentlich zu Geldwäschern werden. Sie eröffnen auf Anweisung Accounts bei Krypto-Exchanges, empfangen Gelder auf ihrem eigenen Bankkonto, transferieren die Mittel an den Exchange und tauschen sie in Kryptowährungen um – um sie anschließend weiterzuleiten.

      Blockchain-Forensik: Pseudonymität als Werkzeug, nicht als Hürde

      Info

      Obwohl die Blockchain pseudonym ist, sind die meisten Transaktionen dauerhaft und öffentlich einsehbar.

      Das macht sie – richtig interpretiert – zu einem mächtigen Werkzeug für Risikobewertung.

      Unsere Expert:innen analysieren diese Daten mithilfe marktführender Blockchain-Analyse-Tools und machen die Geldflüsse, Wallet-Verbindungen und Risikowege für Ihre Bank verständlich. Sie müssen dabei keine eigenen Tools anschaffen oder betreiben – wir übernehmen die Auswertung und Aufbereitung.

      Wallets verstehen, Besitz nachweisen – und Risiken einschätzen

      Ein häufiges Problem für Banken ist die fehlende Klarheit über den Zusammenhang zwischen einem Bankkunden und einer Kryptowallet. Hier unterstützen wir Sie mit:

      Komplexität beherrschbar machen – von DeFi bis Mixer

      Krypto-Geldflüsse sind vielfältig: Ob klassische Bitcoin-Transfers, Ethereum-Mixer, dezentrale Börsen oder Cross-Chain Bridges – wir analysieren diese Technologien für Sie und bereiten die Ergebnisse so auf, dass sie für Ihre Compliance-Beauftragten nachvollziehbar werden.

      Dabei greifen wir auf erprobte Forensik-Software und Analyse-Tools zurück und unterstützen praxisnah mit unserer Expertise.

      Unser Angebot für Banken und Compliance-Team

      Fazit: Banken müssen keine Krypto-Forensiker werden – aber sie brauchen welche

      Wir helfen Banken dabei, das Risiko von Kryptotransaktionen nicht nur zu erkennen, sondern kompetent zu bewerten und damit sicher zu handeln.

      Gerade im Umgang mit neuen Technologien wie Wallets, DeFi oder Stablecoins gewinnen strukturierte Maßnahmen gegen Krypto-Geldwäsche zunehmend an Bedeutung – insbesondere für Banken, die auf konkrete Risiken vorbereitet sein müssen.

      Vernetzen Sie sich mit unseren Expert:innen: Nutzen Sie unser Netzwerk aus Krypto- und AML-Expert:innen, die Ihnen helfen, maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Bank zu entwickeln und umzusetzen.

      Natalie Enzinger

      Natalie Enzinger

      CEO von questr

      Sigrid Wahl

      Sigrid Wahl

      Senior Crypto Compliance Analyst

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      Ransomware-Attacken stellen eine Bedrohung für Unternehmen weltweit dar. Die Täter hinter diesen Angriffen verlangen oft Lösegeld in Form von Kryptowährungen wie Bitcoin, um die Entschlüsselung von Daten oder den Wiederherstellungsprozess zu ermöglichen. Doch was passiert mit Kryptowährungen aus Ransomware-Angriffen nach der Zahlung?

      Die Ransomware-Route: Wie Krypto-Geldwäsche vom Angriff bis zum Bankkonto verläuft

      Krypto-Geldwäsche: Welche Wege nutzen Ransomware-Akteure, um ihre Gelder auf Bankkonten zu bringen?

      Übersicht Krypto-Geldwäsche durch Ransomware-Attacken

      1. Zentralisierte Börsen (CEXs)

      Wissen

      Krypto-Börsen können auch zusätzlich zur Verschleierung genutzt werden, da Börsen üblicherweise die Kryptowährungen ihrer Nutzer:innen vermischen.

      2. Cross-Chain Bridges

      Wissen

      Bridges sind eine häufig genutzte Blockchain-Anwendung, die es ermöglicht, Werte von einer Blockchain auf eine andere Blockchain zu übertragen. Werden Bridges genutzt, kann die Person beide Seiten der Bridge offenlegen, um die Herkunft der Mittel nachvollziehbar zu machen.

      3. Private Wallets und Peer-to-Peer-Transaktionen

      Wissen

      Häufig wird eine Kombination verschiedener Möglichkeiten der Verschleierung genutzt, um den zunehmenden Analysefähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden zu entgehen.

      Warum müssen Banken bei Prüfungen von Krypto-Geldwäsche besonders wachsam sein?

      Unklare Herkunft der Mittel

      Ransomware-Angreifer verschleiern den Ursprung der Gelder, indem sie Exchanges, Mixer-Dienste, Cross-Chain Bridges oder mehrere Wallets nutzen, um die Kryptowährungen aus Ransomware-Angriffen zu verschieben. Für Banken ist es daher besonders herausfordernd, zu überprüfen, ob Gelder, die von einer Krypto-Börse auf ein Bankkonto überwiesen werden, tatsächlich aus legalen Quellen stammen.

      Zusätzliche Komplexität durch Dezentralisierung

      Kryptowährungen sind in ihrer Struktur dezentral, was bedeutet, dass Transaktionen über ein Netzwerk von Nutzern ohne zentrale Autorität abgewickelt werden. Dies erschwert die Identifizierung von Transaktionsbeteiligten und die Überprüfung der Herkunft der Gelder. Banken müssen sich daher auf Expertise im Umgang mit Analysetools stützen, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und mögliche Risiken zu minimieren.

      Die Rolle der Banken bei der Bekämpfung von Krypto-Geldwäsche

      Für Banken bedeutet dies, dass sie ihre Geldwäscheprüfungen und Compliance-Prozesse überdenken bzw. optimieren müssen, um die potenzielle Herkunft von Kryptowährungen aus illegalen Aktivitäten wie Ransomware-Attacken zu berücksichtigen. Einige der wichtigsten Schritte, die Banken unternehmen können, umfassen:

      1. Blockchain-Analyse erfordert tiefgehendes Fachwissen

      Die effektive Überwachung von Kryptowährungstransaktionen erfordert weit mehr als den Einsatz spezialisierter Software. Blockchain-Analyse-Tools sind komplex und liefern nur dann aussagekräftige Ergebnisse, wenn sie von Expert:innen mit fundierter Erfahrung im Umgang mit Blockchaindaten interpretiert werden.

      2. Zusammenarbeit mit Expert:innen für Blockchain-Analyse

      Der Einsatz von Blockchain-Analyse-Tools setzt spezialisierte Kenntnisse in Blockchain-Forensik sowie Erfahrung im Umgang mit entsprechenden Daten und Methoden voraus. Ohne dieses Fachwissen können Banken die komplexen Analysen und Risikoeinschätzungen nicht verlässlich durchführen. Daher ist eine enge Zusammenarbeit mit Expert:innen essenziell, um den gezielten Einsatz von Spezialsoftware zu planen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

      3. Schulung und Sensibiliserung der Mitarbeiter:innen

      Ein tiefgehendes Verständnis für die Methoden, die Akteure verwenden, um ihre Gelder zu waschen, ist unerlässlich, um risikobehaftete Transaktionen zu erkennen.

      Fazit: Wie können Banken und ihre Mitarbeiter:innen auf solche Krypto-Geldwäscherisiken reagieren?

      Umsetzung von Krypto-Geldwäscheprävention in 3 Schritten

      1. Mit Expertinnen und Experten vernetzen und nachhaltig Krypto-Expertise aufbauen

      Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Krypto-Geldwäscheprävention ist der Aufbau von fundiertem Wissen und die Vernetzung mit Fachleuten. So bleibt man stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen und lernt von den Besten.

      2. Krypto-AML-Möglichkeiten ausloten: Kooperationen mit Expert:innen und technische Lösungen prüfen

      Banken sollten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Krypto-AML-Expert:innen und technische Möglichkeiten prüfen, um die besten Lösungen für ihre spezifischen Bedürfnisse zu finden.

      3. Eine effektive Krypto-AML-Strategie finden, die praktikabel und sicher ist

      Der letzte Schritt besteht darin, eine maßgeschneiderte, praktikable und sichere Krypto-AML-Strategie zu entwickeln, die in die bestehenden Compliance-Prozesse integriert werden kann. Diese Strategie muss flexibel genug sein, um sich an die dynamische Natur des Kryptowährungsmarkts anzupassen und gleichzeitig maximale Sicherheit zu gewährleisten.

      Hier weiterlesen:

      Wie questr Banken unterstützt

      Krypto-Gutachten speziell für Banken: Mit unserem Crypto Exposure Report bieten wir eine detaillierte Analyse der Blockchain-Adressen Ihrer Bankkund:innen, die sich in Ihre AML-Prozesse integrieren lässt, um potenzielle Geldwäscheindikatoren schnell, klar und zuverlässig zu identifizieren.

      Seminare zur Krypto-Geldwäscheprävention und Blockchain-Analyse: Unsere praxisorientierten Seminare bieten Ihnen wertvolles Wissen zu den Grundlagen und den neuesten Entwicklungen und Technologien im Bereich der Krypto-Geldwäscheprävention, ebenso wie zum gezielten Einsatz von forensischen Blockchain-Analysen und deren Auswertung. Alle Infos finden Sie hier.

      Vernetzen Sie sich mit unseren Expert:innen: Nutzen Sie unser Netzwerk aus Krypto- und AML-Expert:innen, die Ihnen helfen, maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Bank zu entwickeln und umzusetzen.

      Natalie Enzinger

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      CEO von questr

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      Senior Crypto Compliance Analyst

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      Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

      Wie sieht effektive Geldwäscheprävention (AML) bei Überweisungen mit Bezug zu Kryptowährungen wie Bitcoin aus? Banken spielen eine zentrale Rolle dabei, Krypto-Transaktionen auf potenziell illegale Aktivitäten zu prüfen. Dies wird durch die besonderen Merkmale der Blockchain-Technologie und die dezentrale Natur von Kryptowährungen zu einer spannenden Herausforderung. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen positiven, lösungsorientierten Blick auf die Möglichkeiten, wie Banken diese Herausforderungen erfolgreich meistern können.

      Pseudonymität auf der Blockchain als Möglichkeit

      Wissen

      Pseudonymität auf der Blockchain bedeutet, dass Transaktionen nicht direkt mit realen Identitäten, sondern mit alphanumerischen Adressen (Public Keys) verknüpft sind. Während diese Adressen keinen Klarnamen enthalten, können Transaktionsmuster, externe Datenquellen und Analysen dazu genutzt werden, die Identität hinter einer Adresse aufzudecken.

      Lösung

      Durch die Pseudonymität bietet die Blockchain keine vollständige Anonymität, sondern eine Form der Nachverfolgbarkeit, die mit entsprechender Expertise entschlüsselt werden kann. Durch den Einsatz innovativer Forensik-Analyse-Tools gibt es zunehmend effektive Möglichkeiten, um auch pseudonyme Transaktionen sicher zu prüfen. Expert:innen für diese technischen Hilfsmittel ermöglichen es Banken, ihre Compliance-Standards zu optimieren.

      Fehlende KYC- (Know Your Customer) Prozesse für Kryptowährungen

      Im traditionellen Bankwesen müssen Kund:innen umfassende Identitätsprüfungen (KYC) durchlaufen, bevor sie ein Konto eröffnen und Transaktionen durchführen können. Im Krypto-Bereich hingegen fehlten lange solche KYC-Prozesse. Bei Transaktionen, die länger zurück liegen, kann daher von mangelhafter KYC ausgegangen werden. Insbesondere im DeFi-Bereich gibt es noch kein KYC.

      Wissen

      DeFi (Decentralized Finance) bezeichnet ein Finanzökosystem auf der Blockchain, das traditionelle Finanzdienstleistungen wie Kredite, Handel und Zinsanlagen ohne zentrale Vermittler wie Banken ermöglicht. Durch Smart Contracts auf Plattformen wie Ethereum werden Transaktionen automatisiert und direkt zwischen Nutzer:innen abgewickelt.

      Lösung

      Mit Spezialsoftware kann die Herkunft der Krypto-Assets auf Geldwäscherisiken geprüft werden. Es gibt außerdem machbare Lösungen, wie Kund:innen ihrer Bank nachweisen können, dass ein Krypto-Wallet oder Plattform-Account ihnen gehört.

      Hier mehr dazu:

      Komplexität der Transaktionsstrukturen meistern

      Kryptowährungen ermöglichen eine Vielzahl komplexer Transaktionsstrukturen. Beispielsweise können Nutzer:innen ihre Transaktionen in sogenannte „Mixer“ einfließen lassen, die Kryptowährungen in viele kleine Einheiten aufteilen und dann neu zusammenführen, um die Herkunft und den Verlauf der Mittel zu verschleiern. Auch wenn die Verwendung von Mixern per se noch nicht illegal ist, stellt die Vielfalt möglicher Transaktionsstrukturen Banken vor die Herausforderung, verdächtige Aktivitäten zu erkennen und zu überprüfen.

      Das enorme Volumen an Daten, das von Krypto-Aktivitäten generiert wird, ist ein bedeutendes Problem bei der Geldwäscheprävention. Banken müssen diese Daten effizient sammeln, organisieren und analysieren, was ein äußerst zeitaufwendiger Prozess sein kann. Jede Krypto-Transaktion hinterlässt zwar digitale Spuren – was gut ist, um bei Bedarf Nachforschungen anstellen zu können, aber die schiere Menge an Informationen kann überwältigend sein, weswegen KYT-Lösungen entwickelt wurden.

      Wissen

      KYT (Know Your Transaction) ist ein Konzept, das darauf abzielt, Transaktionen auf der Blockchain zu überwachen und verdächtige Aktivitäten zu identifizieren.

      Lösung

      Spezielle Forensik-Tools können große Datenmengen effizient verarbeiten und schnell wichtige Risikoindikatoren für Geldwäsche herausfiltern, die von Blockchain-Expert:innen ausgewertet werden können Wir bei questr haben spezielle Weiterbildungsangebote entwickelt, die nachhaltig ermöglichen, in einer Bank das nötige Fachwissen aufzubauen, um die Ergebnisse solcher Experten-Analysen bewerten zu können.

      Typische Hürden bei der Geldwäscheprüfung von Kryptowährungen

      Viele Banken haben noch nicht die nötige technische Infrastruktur oder Expertise, um dies effektiv zu implementieren. Die rasante Entwicklung der Krypto-Märkte bedeutet außerdem, dass Banken ständig auf dem neuesten Stand bleiben müssen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

      Lösung

      Durch zielgerichtete Weiterbildung können Compliance- und Bankmitarbeiter:innen Krypto-Kompetenzen aufbauen. Im Austausch mit Expertinnen und Experten, können passgenaue Lösungen für den Einsatz von Analyse-Software gefunden werden, damit Krypto-Geldwäscheprüfungen effizient abgearbeitet werden können.

      Fazit: Was können Banken und ihre Mitarbeiter:innen tun?

      Die Herausforderungen, die mit der Pseudonymität, der dezentralen Struktur und der Komplexität von Krypto-Transaktionen verbunden sind, bieten gleichzeitig spannende Chancen. Wenn Banken wettberwerbsfähig bleiben wollen, können sie sich der zunehmenden Bedeutung von Krypto-Investments nicht entziehen.

      Aufbau von Krypto-AML in 3 Schritten

      1. Vernetzung mit Expertinnen und Experten und nachhaltiger Aufbau von Krypto-Expertise

      Der erste Schritt zur erfolgreichen Krypto-Geldwäscheprävention ist der gezielte Aufbau von Wissen und das Knüpfen von Kontakten zu Fachleuten. Durch den Austausch mit Expert:innen bleibt man immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen und kann von der Erfahrung der Besten profitieren.

      2. Krypto-AML-Möglichkeiten prüfen: Kooperationen und technische Lösungen evaluieren

      Banken sollten die verschiedenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Krypto-AML-Expert:innen ausloten und technische Lösungen testen, die auf ihre individuellen Anforderungen abgestimmt sind. Dies hilft dabei, die effektivsten Strategien für die Überwachung und Prävention von Geldwäsche im Kryptobereich zu finden.

      3. Entwicklung einer praxisgerechten und sicheren Krypto-AML-Strategie

      Der dritte Schritt besteht darin, eine maßgeschneiderte Krypto-AML-Strategie zu entwickeln, die sowohl praktikabel als auch sicher ist. Diese Strategie muss flexibel genug sein, um mit der sich ständig verändernden Krypto-Landschaft Schritt zu halten und gleichzeitig eine hohe Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten.

      So unterstützt questr Banken praxisnah

      Krypto-Gutachten für Banken: Mit unserem Crypto Exposure Report bieten wir eine präzise Untersuchung von Blockchain-Adressen Ihrer Bankkund:innen, um potenzielle Geldwäsche-Risiken schnell und zuverlässig zu erkennen.

      Seminare zur Krypto-Geldwäscheprävention und Blockchain-Analyse: In unseren praxisorientierten Seminaren erhalten Sie fundiertes Wissen zu den aktuellen Trends und Technologien im Bereich der Krypto-Geldwäscheprävention. Alle Details dazu finden Sie hier.

      Vernetzen Sie sich mit unseren Expert:innen: Profitieren Sie von unserem Netzwerk aus Krypto- und AML-Expert:innen, die Ihnen dabei helfen, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen.

      Natalie Enzinger

      Natalie Enzinger

      CEO von questr

      Sigrid Wahl

      Sigrid Wahl

      Senior Crypto Compliance Analyst

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      Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

      Seit Ende Dezember 2024 gilt die Travel Rule. Wer Kryptowährungen von einer Krypto-Plattform auf eine Wallet-Adresse schicken möchte, wird nun von der Plattform gefragt, wem die Wallet-Adresse gehört. Wir erklären dir, was dahintersteckt.

      Ziel der Travel Rule

      Die Travel Rule wurde mit dem Ziel entwickelt, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wirksamer zu bekämpfen. Ursprünglich von der Financial Action Task Force (FATF) für den traditionellen Finanzsektor konzipiert, zielt sie darauf ab, die Rückverfolgbarkeit von Transaktionen sicherzustellen. Aufgrund des wachsenden Einflusses des Kryptomarkts wird die Regel nun auch auf Kryptowährungen angewendet.

      Die dazu ergangene EU-Verordnung gilt für alle Transfers, bei denen mindestens ein Anbieter von Krypto-Dienstleistungen in der EU ansässig ist. Sie zielt darauf ab, illegale Aktivitäten durch erhöhte Transparenz zu verhindern und das Vertrauen in den Kryptomarkt zu stärken.

      Travel Rule: Änderungen für Krypto-Nutzer

      Ab dem 30. Dezember 2024 müssen Krypto-Dienstleister Informationen über den Sender und Empfänger, wie Name, Adresse und weitere relevanten Daten erfassen.

      Beachte!

      Diese Anforderungen gelten auch für Transfers zu und von selbstverwalteten Wallets. Kund:innen, die Kryptowährungen an ihre eigene Wallet übertragen, müssen nachweisen, dass sie die rechtmäßigen Inhaber der Wallet sind (z. B. durch einen Satoshi-Test).

      Wie der Satoshi-Test funktioniert und welche weiteren Möglichkeiten es für den Besitznachweis eines Wallets gibt, kannst du hier nachlesen:

      Verifikation von Wallet-Adressen

      Die EU-Verordnung schreibt vor, dass jede neue Wallet-Adresse, die für Ein- oder Auszahlungen verwendet wird, verifiziert werden muss, wenn Transaktionen über 1.000 Euro hinausgehen. Hier sind wichtige Punkte zu beachten:

      1. Muss ich die Verifizierung bei jeder neuen Wallet-Adresse wiederholen?

      Ja, jede neue Adresse muss verifiziert werden. Eine einmal verifizierte Adresse muss jedoch nicht erneut verifiziert werden. Dies macht die Nutzung der gleichen Adresse für wiederholte Transaktionen praktischer.

      2. Was sind die Herausforderungen bei wechselnden Wallet-Adressen?

      Häufig wechselnde Adressen bedeuten, dass Nutzer:innen bei jeder neuen Adresse den Verifikationsprozess durchlaufen müssen, was zeitaufwendig sein kann. Um die Privatsphäre zu schützen, wird bei Kryptowährungen in der Regel empfohlen, Adressen zu wechseln. Dies kann im Widerspruch zur Praktikabilität der Verifizierungsanforderungen stehen.

      Kryptowertetransfers von Person zu Person: Von der Travel Rule betroffen?

      Die EU-Verordnung betrifft nicht Transfers von Kryptowerten, die direkt zwischen Privatpersonen ohne Beteiligung eines Anbieters von Krypto-Dienstleistungen abgewickelt werden (sogenannte „Kryptowertetransfers von Person zu Person“).

      Die Bedeutung der 1.000-Euro-Grenze

      Dies bedeutet:

      Konsequenzen bei Nicht-Mitwirkung

      Wenn Kund:innen nicht bereit sind, die notwendigen Informationen zur Verifizierung bereitzustellen, hat dies klare Auswirkungen:

      Fazit zur Travel Rule

      Die Einführung der Travel Rule bringt erhebliche Veränderungen für Krypto-Anleger:innen und Dienstleister mit sich. Während die Regelung darauf abzielt, den Kryptomarkt sicherer und transparenter zu gestalten, erfordert sie von Nutzer:innen aktive Kooperation.

      Nutzer:innen sollten sich über die Anforderungen informieren und vorbereitet sein, die notwendigen Daten bereitzustellen, um Verzögerungen oder Transaktionsabbrüche zu vermeiden.

      Ein weiterer Schritt zu mehr Regulierung am Krypto-Markt ist das Crypto Assets Reporting Framework (CARF). Welche Kundendaten ab 2026 mit den Behörden ausgetauscht werden, kannst du hier nachlesen:

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      Gabriel Marchesan

      Gabriel Marchesan
      COO | Senior Crypto Compliance Analyst

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      Krypto Steuer Guide

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      Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.