Kryptowährungen sind längst kein Nischenthema mehr – und das gilt besonders für Krypto-Nutzer:innen in Österreich. Immer wieder kursiert die Zahl, dass rund 18% der österreichischen Bevölkerung Bitcoin, Stablecoins oder andere digitale Assets besitzen. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie haben sich die Zahlen seit 2021 entwickelt? In diesem Artikel nehmen wir die aktuellen Studiendaten für dich unter die Lupe – von den ersten belastbaren Umfragen bis zur brandneuen BearingPoint-Studie aus dem Sommer 2026. Und, wer in Österreich Kryptowährungen hält, sollte auch wissen, wie man steuerliche und regulatorische Hürden meistern kann aussieht – genau dabei helfen wir bei questr täglich.

Die aktuellen Zahlen 2026: BearingPoint-Studie zu Kryptowährungen in Österreich

Krypto-Nutzer Österreich 2026: Was die BearingPoint-Studie zeigt

  • 18% der Österreicher:innen nutzen Kryptowährungen täglich bis gelegentlich
  • 36% der 18- bis 24-Jährigen nutzen Krypto täglich bis gelegentlich
  • Frauen: 10% | Männer: 26% (Krypto-Nutzung)
  • 28% sehen Kryptowährungen als geeignete Anlageform
  • 19% sehen Krypto als geeigneten Inflationsschutz
  • 36% halten Krypto für eine potenzielle internationale Handels-/Reservewährung

Quelle: BearingPoint / YouGov, Juni 2026, n = 1.003 (Österreich)

Zum Vergleich: In Deutschland nutzen laut der Studie nur 11% Kryptowährungen täglich bis gelegentlich, in der Schweiz sind es 23%. Österreich liegt damit im DACH-Raum über dem deutschen Niveau und unter der Schweiz.

Krypto-Nutzer Österreich: Wie sich die Zahlen seit 2021 entwickelt haben

Betrachtet man die Studien der vergangenen Jahre, zeigt sich ein klares Bild: Die Krypto-Nutzung in Österreich ist stetig gewachsen – wenn auch nicht so explosiv, wie manche Prognosen es vorhergesagt hatten.

2021: Die ersten belastbaren Daten

Im Jahr 2021 befragten Handelsverband und MindTake Research über 1.000 Österreicher:innen: 14% hatten bereits in Kryptowährungen investiert, 2% besaßen sogar NFTs – wobei 73% noch nie von NFTs gehört hatten.

Statista erhob im selben Jahr unter über 2.000 Befragten, dass rund 12% der Österreicher:innen Kryptowährungen besitzen – mehr als in Deutschland (10%), aber weniger als in der Schweiz (17%).

2022: Kryptowährungen werden beliebter

Im Mai 2022 befragte Ernst & Young 1.500 Personen in Österreich: 13,8 % gaben an, aktuell Kryptowährungen zu halten, 18,8% hatten zumindest schon einmal in Krypto investiert. 3,5% investierten in NFTs.

Eine parallele Umfrage von YouGov und BearingPoint sprach sogar von 20%, die schon einmal in Kryptowährungen investiert hatten.

2024: Bitpanda-Umfrage bestätigt Wachstum

Auf Basis einer Umfrage von Bitpanda (durchgeführt mit YouGov für mehrere europäische Länder) wird angenommen, dass circa 18% der Österreicher:innen im Jahr 2024 Kryptowährungen besaßen. Österreich lag damit auf Platz 2 hinter der Schweiz (23 %) und vor Deutschland (11 %).

2026: BearingPoint-Studie zeigt differenzierteres Bild

Die aktuelle BearingPoint-Studie 2026 fragt nicht nach Besitz, sondern nach aktiver Nutzung: 18% der Österreicher:innen nutzen Krypto täglich bis gelegentlich. Diese Zahl ist mit den Vorjahreswerten nicht direkt vergleichbar, da die Fragestellung abweicht – sie gibt aber Aufschluss über die tatsächliche Alltagsrelevanz von Kryptowährungen. So sieht die Entwicklung in den Umfragen zusammenfassend aus:

JahrKrypto-Nutzung / Besitz ÖsterreichQuelle
202112–14% (Besitz)Statista / Handelsverband
202213,8–20% (aktiv / je investiert)Ernst & Young / BearingPoint
202418% (Besitz)Bitpanda / YouGov
202618% (aktive Nutzung)BearingPoint / YouGov

Kryptowährungen: Eine Frage der Generation?

Ja – eindeutig. Die BearingPoint-Studie 2026 zeigt das deutlicher denn je:

  • 36% der 18- bis 24-Jährigen in Österreich nutzen Kryptowährungen täglich bis gelegentlich
  • Im österreichischen Gesamtdurchschnitt sind es 18%
  • Zum Vergleich: In der Schweiz nutzen 36% der 18- bis 24-Jährigen Krypto, in Deutschland 35%

Diese Zahlen erinnern an die Erkenntnisse aus der Bitpanda-Umfrage 2024, zeigen aber einen klaren Anstieg bei jüngeren Investor:innen. Die Bitpanda-Umfrage 2024 sah Millennials mit 28% an der Spitze, gefolgt von Gen Z (21%), Gen X (16%) und Boomern (8%). Die jüngeren Generationen sind somit klar die Triebkraft hinter der breiteren Nutzung von Kryptowährungen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass bei Krypto-Nutzer:innen aller Altersgruppen in Österreich noch Wissen zu steuerlichen und regulatorischen Regeln aufgebaut werden muss. Hier setzen wir bei questr und auf unserer Plattform cryptotax an, wo wir ein kostenloses Informationsangebot für ganz Österreich geschaffen haben.

Wer in Österreich Kryptowährungen kauft, verkauft oder tauscht, muss Transaktionen korrekt dokumentieren und die Steuer berechnen. Unser jährlicher Krypto Steuer Guide (gemeinsam mit Enzinger Steuerberatung) erklärt, was du wissen musst.

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Frauen oder Männer – wer investiert eher in Kryptowährungen?

Der Geschlechterunterschied bei Krypto-Investments ist laut BearingPoint / YouGov 2026 nach wie vor deutlich – hat sich aber im Vergleich zu früheren Studien etwas verändert:

Geschlechterverteilung bei Krypto-Nutzung (täglich bis gelegentlich)

Österreich 2026: Frauen 10% | Männer 26%
Deutschland 2026: Frauen  6% | Männer 15%
Schweiz 2026: Frauen 15% | Männer 31%

Zum Vergleich – Ernst & Young 2022 (Österreich):

Frauen 7 % | Männer 20 %

Interessant: Der Anteil von Frauen, die Kryptowährungen nutzen, ist in Österreich von 7% (2022) auf 10% (2026) gestiegen. Der Männeranteil ist mit 26% (2022: 20%) deutlich angewachsen. Das deutet darauf hin, dass Kryptowährungen für beide Geschlechter zunehmend relevanter werden.

Österreich: Krypto als Anlageform oder Inflationsschutz

Neben der reinen Nutzung ist interessant, wie Österreicher:innen in der aktuellen Umfrage Kryptowährungen als Anlage- und Schutzinstrument bewerten:

  • 28% sehen Kryptowährungen als geeignete Anlageform (Deutschland: 23%, Schweiz: 37%)
  • 19% sehen Krypto als geeigneten Inflationsschutz (Deutschland: 18%, Schweiz: 24%)
  • Zum Vergleich: Gold als Anlageform: 66% (Österreich), als Inflationsschutz: 65%

Wer Kryptowährungen als Teil eines Anlageportfolios hält, muss dabei jedoch die Dokumentation im Blick haben, um Krypto-Investments später wieder problemlos auf ein Bankkonto auszahlen zu können. Bei questr helfen wir dir, deine Krypto-Transaktionen sauber zu dokumentieren – egal ob für die Steuererklärung, einen Mittelherkunftsnachweis oder die Aufarbeitung vergangener Jahre. Einfach Termin vereinbaren:

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Gabriel Marchesan

Gabriel Marchesan

COO | Senior Crypto Compliance Analyst

Krypto-Nutzer Österreich: Prognosen für die kommenden Jahre

Die Bitpanda-Umfrage 2024 zeigte, dass damals 41% der Millennials und 37% der Gen Z innerhalb von 12 Monaten in Kryptowährungen investieren wollten. Statista hatte für 2025 sogar über 40% Krypto-Investor:innen in Österreich prognostiziert – eine Zahl, die sich offenbar nicht bestätigt hat.

Die BearingPoint-Studie 2026 zeigt: Das Wachstum ist real, aber moderater als erwartet. 18% aktive Nutzer:innen sind ein solider Wert – vor allem wenn man bedenkt, dass die Frage nach „aktiver Nutzung“ strenger ist als die nach bloßem Besitz. Und, der prognostizierte Anstieg bei jüngeren Generationen ist zumindest bei den 18- bis 24-jährigen eingetreten.

Stimmen die Zahlen zur Krypto-Adoption in Österreich wirklich?

Eine berechtigte Frage – denn Umfragewerte zu Kryptowährungen können stark variieren, je nach Fragestellung, Stichprobe und Zeitpunkt. Studien fragen unterschiedlich – „Haben Sie je Krypto besessen?“ vs. „Nutzen Sie Krypto regelmäßig?“ – und liefern sehr verschiedene Ergebnisse:

  • Stichprobengröße und Methodik beeinflussen die Zahlen erheblich
  • Online-Umfragen überrepräsentieren tendenziell jüngere, digitalaffine Bevölkerungsgruppen
  • Viele Faktoren können dazu führen, dass Krypto-Besitz über- oder unterberichtet wird

Fazit: Krypto in Österreich – weit verbreitet

Von 12% im Jahr 2021 über 18% Krypto-Anleger:innen im Jahr 2024 bis zu 18% aktiver Nutzer:innen laut BearingPoint 2026: Die Entwicklung zeigt, dass Kryptowährungen in Österreich breit verankert sind. Besonders die jüngeren Generationen, Millennials und Gen Z, treiben die Adoption voran. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass Krypto-Investments Verantwortung mit sich bringen – steuerlich, rechtlich und im Umgang mit Behörden und Finanzdienstleitern.

Genau hier kommen wir ins Spiel: Bei questr unterstützen wir Privatpersonen und Unternehmen dabei, ihre Krypto-Transaktionen lückenlos zu dokumentieren, Datensätze aufzubereiten und Mittelherkunftsnachweise zu erstellen. Gemeinsam mit cryptotax by enzinger bieten wir dir ein zusätzlich ein Full-Service rund um alle steuerlichen Fragen zu Krypto-Assets in Österreich.

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Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.