Ransomware-Attacken stellen eine Bedrohung für Unternehmen weltweit dar. Die Täter hinter diesen Angriffen verlangen oft Lösegeld in Form von Kryptowährungen wie Bitcoin, um die Entschlüsselung von Daten oder den Wiederherstellungsprozess zu ermöglichen. Doch was passiert mit Kryptowährungen aus Ransomware-Angriffen nach der Zahlung?

Die Ransomware-Route: Wie Krypto-Geldwäsche vom Angriff bis zum Bankkonto verläuft

Krypto-Geldwäsche: Welche Wege nutzen Ransomware-Akteure, um ihre Gelder auf Bankkonten zu bringen?

Übersicht Krypto-Geldwäsche durch Ransomware-Attacken

1. Zentralisierte Börsen (CEXs)

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Krypto-Börsen können auch zusätzlich zur Verschleierung genutzt werden, da Börsen üblicherweise die Kryptowährungen ihrer Nutzer:innen vermischen.

2. Cross-Chain Bridges

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Bridges sind eine häufig genutzte Blockchain-Anwendung, die es ermöglicht, Werte von einer Blockchain auf eine andere Blockchain zu übertragen. Werden Bridges genutzt, kann die Person beide Seiten der Bridge offenlegen, um die Herkunft der Mittel nachvollziehbar zu machen.

3. Private Wallets und Peer-to-Peer-Transaktionen

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Häufig wird eine Kombination verschiedener Möglichkeiten der Verschleierung genutzt, um den zunehmenden Analysefähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden zu entgehen.

Warum müssen Banken bei Prüfungen von Krypto-Geldwäsche besonders wachsam sein?

Unklare Herkunft der Mittel

Ransomware-Angreifer verschleiern den Ursprung der Gelder, indem sie Exchanges, Mixer-Dienste, Cross-Chain Bridges oder mehrere Wallets nutzen, um die Kryptowährungen aus Ransomware-Angriffen zu verschieben. Für Banken ist es daher besonders herausfordernd, zu überprüfen, ob Gelder, die von einer Krypto-Börse auf ein Bankkonto überwiesen werden, tatsächlich aus legalen Quellen stammen.

Zusätzliche Komplexität durch Dezentralisierung

Kryptowährungen sind in ihrer Struktur dezentral, was bedeutet, dass Transaktionen über ein Netzwerk von Nutzern ohne zentrale Autorität abgewickelt werden. Dies erschwert die Identifizierung von Transaktionsbeteiligten und die Überprüfung der Herkunft der Gelder. Banken müssen sich daher auf Expertise im Umgang mit Analysetools stützen, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und mögliche Risiken zu minimieren.

Die Rolle der Banken bei der Bekämpfung von Krypto-Geldwäsche

Für Banken bedeutet dies, dass sie ihre Geldwäscheprüfungen und Compliance-Prozesse überdenken bzw. optimieren müssen, um die potenzielle Herkunft von Kryptowährungen aus illegalen Aktivitäten wie Ransomware-Attacken zu berücksichtigen. Einige der wichtigsten Schritte, die Banken unternehmen können, umfassen:

1. Blockchain-Analyse erfordert tiefgehendes Fachwissen

Die effektive Überwachung von Kryptowährungstransaktionen erfordert weit mehr als den Einsatz spezialisierter Software. Blockchain-Analyse-Tools sind komplex und liefern nur dann aussagekräftige Ergebnisse, wenn sie von Expert:innen mit fundierter Erfahrung im Umgang mit Blockchaindaten interpretiert werden.

2. Zusammenarbeit mit Expert:innen für Blockchain-Analyse

Der Einsatz von Blockchain-Analyse-Tools setzt spezialisierte Kenntnisse in Blockchain-Forensik sowie Erfahrung im Umgang mit entsprechenden Daten und Methoden voraus. Ohne dieses Fachwissen können Banken die komplexen Analysen und Risikoeinschätzungen nicht verlässlich durchführen. Daher ist eine enge Zusammenarbeit mit Expert:innen essenziell, um den gezielten Einsatz von Spezialsoftware zu planen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

3. Schulung und Sensibiliserung der Mitarbeiter:innen

Ein tiefgehendes Verständnis für die Methoden, die Akteure verwenden, um ihre Gelder zu waschen, ist unerlässlich, um risikobehaftete Transaktionen zu erkennen.

Fazit: Wie können Banken und ihre Mitarbeiter:innen auf solche Krypto-Geldwäscherisiken reagieren?

Umsetzung von Krypto-Geldwäscheprävention in 3 Schritten

1. Mit Expertinnen und Experten vernetzen und nachhaltig Krypto-Expertise aufbauen

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Krypto-Geldwäscheprävention ist der Aufbau von fundiertem Wissen und die Vernetzung mit Fachleuten. So bleibt man stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen und lernt von den Besten.

2. Krypto-AML-Möglichkeiten ausloten: Kooperationen mit Expert:innen und technische Lösungen prüfen

Banken sollten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Krypto-AML-Expert:innen und technische Möglichkeiten prüfen, um die besten Lösungen für ihre spezifischen Bedürfnisse zu finden.

3. Eine effektive Krypto-AML-Strategie finden, die praktikabel und sicher ist

Der letzte Schritt besteht darin, eine maßgeschneiderte, praktikable und sichere Krypto-AML-Strategie zu entwickeln, die in die bestehenden Compliance-Prozesse integriert werden kann. Diese Strategie muss flexibel genug sein, um sich an die dynamische Natur des Kryptowährungsmarkts anzupassen und gleichzeitig maximale Sicherheit zu gewährleisten.

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Wie questr Banken unterstützt

Krypto-Gutachten speziell für Banken: Mit unserem Crypto Exposure Report bieten wir eine detaillierte Analyse der Blockchain-Adressen Ihrer Bankkund:innen, die sich in Ihre AML-Prozesse integrieren lässt, um potenzielle Geldwäscheindikatoren schnell, klar und zuverlässig zu identifizieren.

Seminare zur Krypto-Geldwäscheprävention und Blockchain-Analyse: Unsere praxisorientierten Seminare bieten Ihnen wertvolles Wissen zu den Grundlagen und den neuesten Entwicklungen und Technologien im Bereich der Krypto-Geldwäscheprävention, ebenso wie zum gezielten Einsatz von forensischen Blockchain-Analysen und deren Auswertung. Alle Infos finden Sie hier.

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Natalie Enzinger

Natalie Enzinger

CEO von questr

Sigrid Wahl

Sigrid Wahl

Senior Crypto Compliance Analyst

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