Wer schon einmal einen Steuerreport mit CoinTracking erstellt hat, kennt sie vielleicht: die Warnungen, die im Bericht auftauchen können. Sie wirken im ersten Moment wie Fehlermeldungen – dabei sind sie nur Hinweise auf fehlende oder unvollständige Daten. Sie sollten auf jeden Fall ernst genommen werden, da Warnungen oft zu überhöhten Gewinnen und somit zu mehr Steuer führen.
Bei questr unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden mit persönlichem Coaching für CoinTracking oder der gesamten Datenaufbereitung in CoinTracking – wenn es hakt, wenn etwas unklar ist oder wenn Warnungen auftauchen, die du allein nicht zuordnen kannst.
Anfrage stellen
Datenaufbereitung

Gabriel Marchesan
COO | Senior Crypto Compliance Analyst
Termin buchen
Steuer-Tool Beratung
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du typische Warnungen im CoinTracking Steuerreport erkennst, verstehst und behebst – Schritt für Schritt.
Was bedeuten die Warnungen im CoinTracking-Steuerreport?
Warnungen weisen in der Regel darauf hin, dass CoinTracking mit den vorhandenen Transaktionen nicht alle Berechnungen korrekt durchführen kann. Das kann daran liegen, dass Verkäufe ohne passende Käufe vorliegen oder, anders gesagt, dass mehr Coins verkauft wurden, als im Bestand vorhanden sind, die chronologische Reihenfolge der Transaktionen nicht stimmt, überhaupt keine passende Auszahlung zur Einzahlung vorhanden ist oder keine Klassifizierung vergeben wurde.
Beachte
Eine Warnung im Steuerreport entsteht, wenn laut den Daten in CoinTracking zum Verkaufszeitpunkt nicht genug Einheiten einer Kryptowährung auf der betreffenden Börse bzw. Wallet vorhanden sind, um einen Verkauf zu decken.
Diese Warnungen findest du direkt im Steuerreport unter dem Punkt „Warnungen“. Dort kannst du auch sehen, welche Transaktionen betroffen sind.
Gründe, warum zu wenige Coins vorhanden sind, um einen Verkauf zu decken:
- Daten wurden lückenhaft importiert: Der komplette Transaktionsfluss eines Assets muss vollständig sein. Jede Einzahlung braucht auch eine zugehörige Auszahlung.
- Daten sind fehlerhaft, z.B. wenn ein Trade als Auszahlung vermerkt ist oder z.B. wenn eine Einzahlung noch nicht klassifiziert wurde (Airdrop/Staking/Zinsen/…)
- Der „Ticker“ ist falsch – sprich die zugeordnete Kryptowährung (z.B. BTC, ETH, XRP,…) ist nicht korrekt
- Zeitstempel-Fehler (v.a. aufgrund unterschiedlicher Zeitzonen)
Warum sollte ich Warnungen nicht ignorieren?
Auch wenn CoinTracking den Steuerreport trotzdem erstellt, solltest du die Warnungen nicht unbeachtet lassen. Sie können zu ungenauen oder fehlerhaften Ergebnissen führen – und das hat im Zweifelsfall Auswirkungen auf deine Steuererklärung. Ein zu hoher Gewinn, ein nicht nachvollziehbarer Verlust oder ein inkorrekter Bestand können Fragen beim Finanzamt aufwerfen.
So gehst du mit CoinTracking-Warnungen um – in drei Schritten
1. Warnungen durchsehen
Öffne deinen Steuerreport und schaue dir unter dem Reiter „Warnungen“ die einzelnen Hinweise an. Dort findest du eine Übersicht, welche Transaktionen überprüft werden sollten.
2. Daten kontrollieren
Wechsle zu den betroffenen Transaktionen in deinem Portfolio. Prüfe, ob die Angaben korrekt sind – insbesondere Datum, Menge und Transaktionstyp. Achte darauf, dass:
- Käufe und Verkäufe korrekt eingegeben sind
- Einzahlungen und Auszahlungen zueinander passende Zeitstempel haben
- keine Transaktionen doppelt oder fälschlich angelegt wurden
- die Ticker übereinstimmen
3. Steuerreport neu erstellen
Sobald alle Daten stimmen, aktualisierst du die Berechnung (beachte das rote Kästchen) und erstellst den Steuerreport neu. Die Warnungen sollten im Idealfall verschwunden sein.
Fehlende Informationen in CoinTracking ergänzen
Wenn Transaktionen fehlen – zum Beispiel ein früherer Kauf, der einen späteren Verkauf decken soll – kannst du diese manuell in den „Transaktionen“ oder mit dem fehlenden Import ergänzen. Sollte viel manuelle Ergänzung nötig sein, kann der manuelle Import über die Excel-Vorlage genutzt werden.
Auch das Umwandeln von fehlerhaft verbuchten Transaktionen, z.B. als Transfer erfassten Trades, ist unbedingt notwendig.
CoinTracking-Warnungen verstanden – aber du kommst nicht weiter? Wir helfen dir gerne.
Manchmal sind es nur kleine Details, die Warnungen auslösen – manchmal steckt auch mehr dahinter. Immer wieder kommt es vor, dass das Beheben von Warnungen andere Warnungen auslöst, weil nun Käufe und Verkäufe anders zugeordnet werden. Bei questr unterstützen wir dich genau dort, wo du uns brauchst.
Ob bei der Lösung von Warnungen, beim richtigen Import, der Bearbeitung fehlender Transaktionen, der Kategorisierung oder bei der sauberen Vorbereitung deines Steuerreports: Wir helfen dir, den Überblick zu behalten.
Einfach Online-Termin buchen – gemeinsam gehen wir deine CoinTracking-Probleme durch und sorgen dafür, dass dein Steuerreport vollständig, korrekt und gut nachvollziehbar ist:
Egal ob du nur spezifische Fragen hast oder dein gesamtes Portfolio korrekt aufbereiten lassen willst – wir unterstützen dich.
Hier weiterlesen:
Folge uns auf Social Media, um nichts zu verpassen – auf Instagram, X und LinkedIn teilen wir aktuelle Tipps und Expertenmeinungen mit dir!
Disclaimer: Die Information in diesem Beitrag gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. questr übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.